Kreisverband Würzburg > Basisorganisation Main-Spessart
Zurück zu den aktuellen Einträgen.
Sa, 28. März Europaweiter Aktionstag - Demos in Frankfurt und Berlin

Demonstrieren Sie mit! Ab
Würzburg
gibt es Mitfahrgelegenheiten.
Gewerkschaften, attac uvw. sowie DIE LINKE rufen am 28.3. zu
zentralen bundesweiten Demonstrationen auf.
Mehr Informationen: www.28maerz.de
| Aufruf
Mi, 25. März 2009 - 18 Uhr - Vortrag und Diskussion - Klaus Ernst in Marktheidenfeld
Klaus Ernst ist Mitglied des Bundestags und
stellvertretender
Vorsitzender der Partei DIE LINKE.
Mittwoch,
25.März - 18 Uhr
Ort: Marktheidenfeld, Hotel "Schöne Aussicht",
Brückenstraße 8
Wir wollen Fahrgemeinschaften bilden.
Mit dieser Diskussion setzen wir unsere am 23. November begonnene Debatte fort. Hintergrundinformationen
Aus der Finanzkrise wurde ein weltweite Wirtschaftskrise - die ersten Auswirkungen spüren wir bereits, doch ist dies wohl erst die spitze des Eisbergs. Leiharbeiter werden in Massen entlassen, befristete Arbeitsverträge nicht verlängert und in vielen Betrieben wird bereits kurz-gearbeitet.
Das Ausmaß der Krise zeigt auch wie sorglos hunderte von Milliarden für verzweifelte Rettungsaktionen bereitgestellt werden. Wie soll, wie kann es weitergehen.
Wir laden alle Mitglieder und Interessierten herzlich ein die Gelegenheit zu nutzen und bei diesem uns alle betreffenden Thema mit zu diskutieren.
| Mi. 25.März 2009 - 18Uhr | Marktheidenfeld - Hotel "Schöne Aussicht", Brückenstraße |
Kontakt: Joannis Komianos - Tel.: 09352 / 5768 - dielinke.msp@gmx.net
Gastreferent ist Franklin Zeitz (Stadtrat in Lohr und Vertreter des Bürgerbegehrens)
Ort: Lohr - Sackenbach, "Grüner Baum",
Spessartstraße
Wir wollen Fahrgemeinschaften bilden.
So. 15.Feb. 2008 - 19Uhr |
Lohr-Sackenbach - "Grüner Baum" |
Kontakt: Joannis Komianos - Tel.: 09352 / 5768 - dielinke.msp@gmx.net
Der Finanzcrash wird auf uns alle enorme Auswirkungen haben. Wir wollen Fakten und Positionen hierzu vorstellen und anschließend in einer offenen Diskussion, zu der wir Mitglieder und Interessierte herzlich einladen, hinterfragen und Argumente dazu austauschen sowie Positionen erarbeiten.
Material und Positionen zum Thema:
Partei
DIE LINKE
Linksfraktion
im Bundestag
MdB
Kornelia Möller zur Finanzmarktkrise
Initiativantrag
zum 2. Bayerischen Landesparteitag
Weitere
Informationen:
woz
- Dossier zur Wirtschaftskrise (Schweizer Wochenzeitung)
junge
Welt - Dossier Casino Global (Linke Tageszeitung)
Positionen ver.di
Wirtschaftspolitik
isw-Sonderheft:
"Finanzkapital - Entwaffnet die Märkte"
Aktuelle Nachrichten und Fakten
(Financial Times Deutschland)
Von 10 bis 14 Uhr ist DIE LINKE mit einem Infostand am Lohrer Marktplatz vertreten. Wir sammeln dort Unterstützerunterschriften für die Zulassung zur Landtags- und Bezirkswahl im Herbst.Gelegenheit mit Aktiven und Kandidaten zu diskutieren. Wir informieren auch über die geplanten massiven Einschränkungen der Versammlungsfreiheit.
Am Sonntag den 1. Juni findet die nächste Mitgliederversammlung der Basisorganisation Main-Spessart statt. Auch Interessierte sind dazu herzlich eingeladen.
Ort: «Cafe Insel», Klinikstr. 1,
Gemünden (Cafe in der Klinik)
Wir
wollen Fahrgemeinschaften bilden.
Kontakt: Joannis Komianos -
Tel.: 09352 / 5768 - dielinke.msp@gmx.net
Bei der Mitgliederversammlung in Lohr/Steinbach wurden die Direktkandidaten zur Bezirks- und Landtagswahl im Sept.2008 für den Stimmbezirk Main-Spessart nominiert.
| Bezirkswahl | Thomas Endres |
| Landtagswahl | Helmut Ossadnik |
Die Zeit zur Sammlung der Unterschriften lief am Montag den 21. Januar ab. Das Ergebnis steht fest. Für die Kommunalwahlen am 2. März wurden die notwendigen Unterstützerunterschriften dieses Mal noch nicht erreicht.
Vielen Dank an alle die sich für den Wahlantritt eingesetzt haben und uns unterstützt haben. Die Gruppe der Linken Main-Spessart wurde erst im Oktober gegründet - zu wenig Zeit sich ausreichend auf die Kommunalwahlen vorzubereiten. Dennoch wollten und mussten wir es versuchen. Wer kämpft kann verlieren - wer nicht kämpft hat schon verloren.
Doch wir haben einiges gewonnen. Neue Sympathisanten, Mitglieder und Aktive. Im Main-Spessart ist der Anfang gemacht - es besteht eine Gruppierung die sich weiter für eine soziale Politik einsetzen wird - auch als außerparlamentarische Opposition. In Kürze finden Sie hier den Termin zum nächsten Treffen, zu dem alle Interessierten herzlich eingeladen sind.
Die regen Diskussionen
während und im Anschluss der Veranstaltung zeigten deutlich,
dass das Thema Public-Private-Partnership (Abkürzung PPP),
auch „Öffentlich-Private Partnerschaft“, die Marktheidenfelder
Gemüter bewegt.
Was ist PPP - Public Private Partnership?
Man
verstehe unter diesen Verfahren die Mobilisierung privaten Kapitals zur
Erfüllung staatlicher Aufgaben, erläuterte der
Referent. Dabei gibt es eine vielart von Spielarten. Die Einzelheiten
werden in oft über tausend Seiten umfassenden
Verträgen festgelegt. Diese sind meist so kompliziert, dass
die Kommunen am Ende häufig übervorteilt
würden. Erkannt werden die Knackpunkte dann oft erst wenn es
zu spät ist und langwierige Prozesse sind die Folge. Als
Beispiel nannte der Referent die über den Investor Toll
Collect eingeführte Lkw-Maut auf den bundesdeutschen
Autobahnen. Privatinvestoren und Beratungsfirmen seien international
tätig und beschäftigen eigene juristische
Abteilungen, während eine kleine Stadtverwaltung mit diesem
Thema schlichtweg überfordert ist. Bethge weiß,
wovon er spricht, ist er doch als Mitglied der Arbeitsgruppe
Privatisierung beim Parteivorstand der Linken seit Jahren mit vielen
derartigen Fällen vertraut. Er kann aus dem Stegreif
berichten, zu welch schwierigen Situationen für Kommunen,
Bürger und Beschäftigte solche Verträge
führen können. Auch für die
örtlichen Handwerksbetriebe seien diese Vorhaben im Regelfall
Gift, weil nicht die Stadt, sondern die Privatinvestoren die Arbeiten
vergeben. So sei es die Regel, dass eine Kommune zwar eine
Maßnahme finanzieren, aber bei den örtlichen
Betrieben nichts hängen bleibe. Dies passe zwar zu einer
aktuellen weltweiten Entwicklung, doch diese müsse man ja
nicht unbedingt mitmachen, fand Bethge.
PPP statt Vollprivatisierung
Nachdem
in der Vergangenheit festgestellt wurde, dass bei reinen
Privatisierungen die Investoren auch Nachteile eingekauft
hätten, sei man zu der "Masche" übergangen, mittels
PPP Rechte und Pflichten aufzuteilen, stellte der Referent fest. Dabei
verblieben dann Risiken und Kostenblöcke bei der Kommune,
während der Privatinvestor regelmäßige
Zahlungen teilweise ohne echte Verpflichtung erhalte. Dafür
gäbe es für den Investor sogar Gewinngarantien.
Bethge lehnte eine so ungleiche Partnerschaft ab.
"Das läuft alles nach dem gleichen Muster", wusste er
zu berichten. "Stadträten und Bürgern wird verkauft,
dass Kosten eingespart werden." Die öffentlichen Kassen seien,
gerade auch durch die Gesetzgebung, "ausgemagert", formulierte es
Bethge. Somit greife man nach dem Strohhalm Privatisierung, ohne zu
wissen, auf was man sich einlasse. Untypisch sei allerdings, dass eine
Stadt wie Marktheidenfeld, die finanziell offensichtlich gut da
stände, gleich mit zwei Projekten offensiv vorginge. Ziehe man
am Ende einen Strich, sei häufig viel mehr Geld ausgegeben
worden, als wenn eine Kommune beispielsweise Schwimmbad oder Rathaus,
selbst betreibe, plane, baue, renoviere oder finanziere.
Die Nachteile für die Bürger seien bei PPP
bereits im System begründet, stellte Bethge dar: nicht die
optimale Daseinsvorsorge für die Bürger stehe im
Mittelpunkt, sondern Kosteneinsparungen zur Erhöhung der
Rendite des Investors. Es handle sich daher um eine Umkehr des bisher
bei öffentlichen Aufgaben verfolgten Prinzips des Gemeinwohls.
Nach dem Vortrag ergab sich noch eine engagierte
Diskussion. Dabei ging es insbesondere mit Bürgermeister und
Stadtrat hart ins Gericht. So wurde aus dem Publikum kritisiert, dass
die Stadt Marktheidenfeld für das Maradies bisher 160.000 Euro
an die Beratungsgesellschaft KPMG bezahlt habe, ohne dass greifbare
Ergebnisse vorlägen. Ein vor wenigen Jahren saniertes Rathaus
auf Vorschlag eines Privatinvestors abreißen zu wollen, sei
nur als Schildbürgerstreich zu bezeichnen. Beim Maradies sei
bereits einmal eine fertige Lösung durch das
Bürgerbehren einer Bürgerinitiative gestoppt worden.
Das solle man beim Rathaus auch probieren und zumindest den Abriss
verhindern. Eine Gruppe engagierter Bürger möchte
sich als Ergebnis der Diskussion in der kommenden Woche treffen und
über die weitere Vorgehensweise beraten. Angesichts der als
unbeweglich empfundenen Positionen der Stadtratsfraktionen wurde selbst
die Bildung einer eigenen unabhängigen Liste zur Stadtratswahl
nicht ausgeschlossen.
Da im Rathaus
"Funktstille" zu diesem Thema herrscht und offenbar keine Opposition
existiert, waren die Diskussionsteilnehmer dankbar, dass jemand das
Thema aufgegriffen hat und so Interessierte zusammen finden konnten.
Jetzt liege es an den Bürgerinnen und Bürgern
Marktheidenfelds diesen Initialfunken am Brennen zu halten, formulierte
ein Teilnehmer.
Der Sprecher des Kreisverbands Würzburg, dem die Basisorganisation Main-Spessart angehört, Georg Kehrer, dankte dem pensionierten Hauptschullehrer Bethge für seinen "qualifizierten Rundumschlag" zum Thema PPP. Kehrer kritisierte insbesondere die fehlende demokratische Kontrolle, da die Verträge den Stadträten oft nicht einmal in nichtöffentlicher Sitzung zur Verfügung gestellt würden.
Gerne stellen wir den Kontakt zu den engagierten
Bürgern aus Marktheidenfeld her:
e-mail an g.kehrer@web.de
|
|
![]() |
Lesetipp: Privatisierung
in Deutschland - Eine Bilanzvon Werner Rügemer |
"Gemessen an der gesamtwirtschaftlichen Leistung sei Deutschland so reich wie nie zuvor. Trotzdem könnten viele Menschen, die den ganzen Tag arbeiten, sich und ihre Familien nicht ernähren. Diesen Missstand setzte Roland Köhler aus Neuendorf bei einer Informationsveranstaltung der Main-Spessarter Linken in Gemünden an den Anfang seines Plädoyers für einen gesetzlichen Mindestlohn. Er ist der Vertreter der Basisorganisation Main-Spessart im Würzburger Kreisvorstand. Die Linke fordere als Einstieg acht Euro in der Stunde, wobei dieser Satz jährlich überprüft werden solle, teilte Köhler den 15 Zuhörern mit. Er forderte: "Wer Vollzeit arbeitet, muss davon auch ordentlich leben können." Die stagnierenden, ja für viele sogar sinkenden Löhne, sowie die Existenzangst sind der Grund für die stagnierende Binnennachfrage. Allein der Export gleicht einiges wieder aus. Doch wielange der noch brummt, bleibt bei den schweren Krisen fraglich. Ein gesetzlicher Mindestlohn würde die Kaufkraft stärken und die Arbeitsplätze damit sicherer machen. Erstaunen erntete Köhler mit seiner Aussage, dass in der gesamten EU nur noch zwei Staaten keinen gesetzlichen Mindestlohn oder eine vergleichbare Regelung hätten. Neben Deutschland sei dies nur Zypern.
Das Problem gehe alle an, schloss der Vortragende, denn Dumpinglöhne würden auch der Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe schaden, die ihren Beschäftigten noch ordentliche Löhne zahlen. Dass immer mehr Menschen aus sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungen heraus fallen, zeigte als weiterer Referent Holger Grünwedel aus Würzburg auf. Er kommt von der Arbeitsgemeinschaft Betrieb und Gewerkschaft der Linken, einem Zusammenschluss von Gewerkschafterinnen und Gewerkschaftern in der Linken. Er informierte über die vielen Gesichter der so genannten "prekären Beschäftigung", die von Billiglöhnen über Leiharbeit und befristeten Arbeitsverträgen bis zur Scheinselbständigkeit reicht. Mit vielen Gesetzesänderungen seien diese Probleme in der jüngeren Vergangenheit oft erst geschaffen oder zumindest verschärft worden. Die aktuelle Politik der Bundesregierung verfolge diesen bereits von rotgrün angestoßenen Kurs der Verarmung und Entrechtung von Arbeitnehmern weiter. Grünwedel nannte dazu erschreckende Zahlen. Neben sieben Millionen Menschen, die in Deutschland von Hartz IV leben müssten gäbe es weitere 1,2 Millionen sogenannte "Aufstocker", deren Einkünfte so gering seien, dass sie mit Mitteln aus Hartz IV aufgebessert werden müssten. Dazu kämen 2,5 Millionen Menschen in geringfügigen Beschäftigungsmaßnahmen wie den bekannten Ein-Euro-Jobs. Und 500.000 Lehrstellensuchende seien in der Warteschleife in unterschiedlichen Maßnahmen untergebracht. Angesichts dieser Größenordnung forderte der Gewerkschafter, dass öffentliche Aufträge künftig nicht mehr an den billigsten Anbieter gehen dürften, sondern dass bei den Vergaben sittenwidrige Löhne ausgeschlossen werden müssten.
Unter der Moderation von Joannis Komianos aus Lohr, dem Sprecher der Linken im Landkreis Main-Spessart, diskutierten die Anwesenden Lösungsmodelle. Komianos kündigte für Mitte November eine Zusammenkunft der MSP-Linken an, bei der man über eine eventuelle Kandidatur für den Kreistag Main-Spessart im kommenden Jahr entscheiden wolle. Zuvor werde er die Meinung der Mitglieder und Interessierten dazu einholen. Im Falle einer Kandidatur würde die Linke mit einer offenen Liste antreten, bei der dann auch Nicht-Mitglieder willkommen seien. Da im Falle einer positiven Entscheidung die Zeit dränge, bittet Komianos an einer Kandidatur Interessierte sich schon jetzt über die Email DieLinke.MSP@gmx.net zu melden.
Die
nächste öffentliche Veranstaltung der Linken in
Main-Spessart findet am 19. November in Marktheidenfeld statt. Unter
dem Motto "Geheim: PPP-Projekte - Hypothek auf die Zukunft?" wird man
sich kritisch mit dem so genannten "Public Private Partnership", also
der Öffentlich-Privaten Finanzierung auseinander setzen. Das
Verfahren soll in Marktheidenfeld beim Maradies und beim Rathausneubau
zum Zug kommen.
Oktober 2007
Im Gasthof Zur
Linde trifft sich die DIE LINKE Basisorganisation Main-Spessart (kurz
BO Main-Spessart).
Interessierte sind herzlich eingeladen
mit zu diskutieren.
Kontakt: DieLinke.MSP@gmx.net
Fr. 26.10. - 18:30 Uhr, "Zur Linde",
Gemünden, Hafenstraße 1
Im Anschluss, um 20 Uhr:
| |
Impressum |