Archiv 2010 - Kreisverband

zu Aktuell |  Archiv 2009 | frühere Einträge

rosalux Bayern Do. 10.6.2010 - 19Uhr

Zwischen Rhetorik und Reformen? 
Die "Neugründung" Boliviens

Vortrag und Diskussion mit Tanja Ernst, Kassel. Veran­staltung in Koopera­tion mit rlc SWAB

Neben den klassischen Themen linker Reform­projekte in Latein­amerika, wie dem Abbau sozialer Ungleichheit, wirt­schaft­licher Div­ersi­fizier­ung sowie der Stärkung der national­staatlichen Souveränität und latein­amerikan­ischen Inte­grations­gedanken bestimmen aktuell die Forderungen nach einer Dekolonisierung von Staat und Gesellschaft und die schrittweise Umsetzung plurikultureller Institutionen den politischen Diskurs in Bolivien. Das macht den derzeitigen Trans­for­mations­prozess in Bolivien so interessant und unter­scheidet ihn von den meisten anderen linken Reform­regierungen auf dem Sub­kontinent.

Mehr ...

Diskussion / Vortrag
10.06.2010 | 19 bis 22:00 Uhr
Universität Würzburg, Würzburg
Mit Tanja Ernst, Kassel

Veranstalter:Rosa-Luxemburg-Stiftung Bayern in Kooperation mit rlc SWAB

Mittwoch, 9.Juni - Würzburg: 

Bildungsstreikdemo in Würzburg

Würzburg_Bildungsstreikdemo

Bundesweiter Bildungsstreik

www.bildungsstreik.net | Aufruf

Bildungsstreikdemo
Mi., 9.Juni 2010 - Würzburg

Beginn: 15Uhr Uni Wittelsbacher Platz
Schlusskundgebung : 17 Uhr Unterer Markt

Unterstützt wurde der Bildungsstreik von der  Linksjugend [´solid] und dem Studierendenverband  SDS.




Nachlese zum 1. Mai

Rückschau auf den 1.Mai
6000 demonstrierten in Würzburg gegen Nazis

„Würzburg ist Bunt nicht Braun“

Als im März bekannt wurde, dass das so genannte „Freie Netz Süd“ eine Vereinigung verschiedener Rechter Kameradschaften, beabsichtigt in Würzburg für den 1.Mai eine Demonstration anzumelden, reagierte der DGB rasch und meldete verschiedene Demonstrationen und Kundgebungen im Stadtgebiet an. Beim letzten Naziaufmarsch in Würzburg, im Jahr 2005, gelang es Bündnissen über 7000 Bürgerinnen und Bürger dagegen zu mobilisieren.

Der DGB lud dann zu einem breiten Bündnistreffen ein: Parteien von der FDP bis zu der Linken, Gewerkschaften , Kirchen und viele Verbände kamen und machten mit. Ein interfraktionellen Antrag im Stadtrat sollte die Bürger zur Teilnahme an den Aktionen des Bündnisses aufrufen - ein Zeichen der Geschlossenheit gegen Rechts. Dass die SPD-Fraktion dann doch alleine diesen Antrag im Stadtrat wurde von einigen als kein guter Stil gewertet,  hielt aber die anderen Stadtratsmitglieder und Fraktionen, die im Bündnis aktiv sind, natürlich nicht davon ab diesem Antrag zuzustimmen.

Zwischenzeitlich hatten die Rechten auch in Schweinfurt angemeldet. Die Ordnungsämter in Schweinfurt und Würzburg verboten jeweils den Rechten Aufmarsch. Die Verbote hielten vor dem Verwaltungsgerichte bestätigten die Anmeldungen in Würzburg und Schweinfurt, jedoch mit Auflagen. So wurde das Zeitfenster so gelegt, dass es den Nazis nicht möglich war in beiden Städten nacheinander zu demonstrieren.1.Mai Würzburg Kundgebung_Bahnhof

Das Bündnis „Würzburg ist Bunt nicht Braun“ vereinbarte eine gemeinsame Demonstration, beginnend am Bahnhof, mit anschließ­endem „Fest der Demokratie“ auf dem Markplatz. Dafür warben die Unter­stützer des Bündnisses mit Plakaten in der Stadt. Die Maikund­gebung des DGB fand in diesem Jahr nicht im traditionellen Stil statt – sie wurde in den Rahmen der Bündnis­veran­staltung auf den Marktplatz verlegt.Foto_1.Mai Würzburg Kundgebung Marktplatz

Sehr positiv zu werten ist wieviele Bürger­innen und Bürg­er dem Aufruf des Bünd­nisses folgten um gegen den Nazi­aufmarsch zu demon­strieren.

Der DGB stellte mit dem Bundes­vorstands­mitglied der IG BAU Robert Feiger den 1.Mairedner. Unter den Rednern waren auch der Ober­bürger­meister Georg Rosenthal SPD und die Landtags­präsidentin Barbara Stamm CSU.

Andreas Emmerling (SDS) verwies in seiner Rede auf den skandalösen Umgang der bayrischen Staatsregierung mit a.i.d.a - einem Projekt, dass seit Jahren wertvolle Arbeit im Bereich der Aufklärung leistet:
»
Und wenn a.i.d.a. im Ver­fassungs­schutz­bericht Bayern 2008 ohne Angabe von Gründen als "sonstige links­extrem­istische Orga­nisation" einge­stuft wird, aus dem Beratungs­netz­werk gegen Rechts ausge­schlossen wird und ihm die Aberkennung der Gemein­nützig­keit droht, ist das schon wie ein Schlag ins Gesicht.«

Weitere Redner waren: Burkard Hose (Bündnis Zivilcourage) und Torsten Wagner (IG-Metall-Jugend).

Schweinfurt: Über 8000 Bürger demonstrierten gegen Rechts

... aber die Nazis konnten dennoch marschieren

Bündnis Schweinfurt ist bunt - nicht braun! Auch in Schweinfurt demonstrierten über 8000 Bürger gegen die Rechten. Dazu aufgerufen hatte das Bündnis "Schweinfurt ist Bunt".  Allerdings haben die Rechten ihr Ziel dort leider erreicht – sie konnten ihren Aufmarsch, geschützt durch ein großes Polizei­aufgebot, durchführen. Die Gegen­demon­stration und das Bürgerfest waren räumlich weit von der Demonstrationsroute der Nazis getrennt.

Die Nazis sollen nach Polizeiangaben 850, und nach ihren eigenen Angaben 1100, gewesen sein. Das ist alarmierend - das war seit Jahr­zehnten der größte Aufmarsch von Nazis im süd­deutschen Raum. Die vom „Freien-Netz-Süd“ orga­nisierte Demonstration wird von ihnen selbst als Erfolg einge­schätzt.

Das lässt für die Zukunft nichts Gutes erwarten. Es gelingt der rechten Szene immer besser, sich zu organisieren und die Mobi­lisierungs­fähigkeit ist gestiegen. Auch das Auftreten wird immer offener. Schon am Montag danach waren Jugendliche mit Hesssticker und Skinhead Franconia in Würzburg zu sehen.


Kein Grund zur Entwarnung 

Es wird weitere Aufmärsche und Provokationen aus der rechten Szene geben. Bereits am 8.Mai findet der nächste Naziaufmarsch in München statt. In unserer Region, in Bamerg, ist der NPD-Bundesparteitag im Juni das nächste große rechte "Event". Beim Bamberger Bündnis gegen Rechts laufen die Vorbe­reitungen für Gegenver­anstaltungen und kreativen Widerstand bereits auf Hochtouren. Lassen wir die Bamberger mit den Rechten nicht alleine.

Samstag 8.- Sonntag 9. Mai 2010 - Hinweis auf Veranstaltung der Studierendenvertretung Würzburg
Link Bildungssymposium Würzburg - Bildung am Scheideweghttp://www.bildungssymposium.stuv.uni-wuerzburg.de/http://www.bildungssymposium.stuv.uni-wuerzburg.de/

Ergebnisse in Kürze auf  http://www.bildungssymposium.stuv.uni-wuerzburg.de/

8. bis 9. Mai 2010: Bildungssymposium Würzburg

Bildung am Scheideweg

Die Bildungsproteste der letzten Monate haben eine grundlegende Unzufriedenheit mit unserem Bildungssystem gezeigt. Aber was verstehen wir eigentlich unter Bildung? Hat sich das Bildungsverständnis in unserer Gesellschaft verändert? Wohin wollen wir, wie soll Bildung heute und in der Zukunft aussehen? Stehen wir möglicherweise an einem „Scheideweg“, bei dem es jetzt grundlegende Richtungsentscheidungen zu treffen gibt?

Die Studierendenvertretung der Universität Würzburg möchte diese und andere Fragen mit Menschen aus allen Bereichen unserer Gesellschaft diskutieren.

Deshalb veranstaltet der Arbeitskreis Aktion das 1. Würzburger Bildungssymposium zum Thema „Bildung am Scheideweg?“.

Das Bildungssymposium findet statt am 8. und 9. Mai 2010 auf dem Campusgelände am Hubland, im PHYSIK-GEBÄUDE (gegenüber vom Mensagebäude) statt: 
Vorträge im Hörsaal 3 - Workshops in Seminarräumeb (ausgeschildert)
Hubland-Uni im Stadtplan

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Anmeldung erwünscht (aber nicht zwingend erforderlich).

Anmeldung | Programm | http://www.bildungssymposium.stuv.uni-wuerzburg.de/


1.Mai - Tag der Arbeiter und Feste der Toleranz und Demokratie

Plakat - Naziafmärsche stoppen1.Mai - Gegen Naziaufmärsche
Bunt statt Braun - überall!

Kommen Sie nach Schweinfurt und Würzburg -
helfen Sie mit ein deutliches Zeichen gegen Rechts zu setzen!

Am Samstag den 1.Mai hat das Neonazi-Netzwerk "Freies Netz Süd" Demonstrationen in Schweinfurt und Würzburg angemeldet. In beiden Städten haben sich Bündnisse gebildet die zu Gegenveranstaltungen aufrufen. Die Versuche der Städte die Aufmärsche zu verbieten sind am Verwaltungsgericht gescheitert.
Die Neonazis treten, wie zu Anfang ihre Vorgänger im Dritten Reich, mit antikapitalistischen Parolen auf. Ein Blick in die Geschichte entlarvt sie allerdings schnell:    Geschichte des 1.Mai.

Die Mobilisierung in der rechten Szene erfolgt derzeit nach Schweinfurt.  Später ist auch ein Aufmarsch in Würzburg angemeldet.

Unterstützen Sie die Veranstaltungen der breiten  Bündnisse für Demokratie und Toleranz mit Ihrer Teilnahme:

Würzburg ist bunt Schweinfurt ist bunt, nicht braun!
Ab 8 Uhr Aufbau am Unteren Markt - Helfer sehr willkommen!

11 Uhr Auftaktkundgebung

am Bahnhofsvorplatz
Begrüßung durch Walther Mann, IG-Metall

11.30 Uhr Demonstrationszug: 
„Würzburg ist bunt, nicht braun –
gegen Naziaufmärsche am 1. Mai“

vom Hauptbahnhof durch die Innenstadt zum Unteren Markt

12.30 Uhr Kundgebung am Marktplatz

Es sprechen
  • Robert Feiger, Bundesvorstand IG-BAU
  • Burkard Hose, „Würzburg ist bunt, nicht braun“
  • Andreas Emmerling, Würzburger Bildungsprotest
  • Torsten Wagner, IG-Metall Jugend
  • Grußworte des Oberbürgermeisters u.w.

Im Anschluss - Fest der Demokratie

Unterer Markt
  •  Infostände der Unterstützer
  • Musik mit „Touch Down“,
  • „Duo Schwander-Goltz“

Für Kinderbetreuung, Speisen und Getränke ist gesorgt
09:30 Uhr Treffpunkt Wehranlagen (Nähe Maxbrück)

10:00 Uhr  Demonstration „Gegen den Naziaufmarsch“

(von der Maxbrücke zum Zeughaus)

Im Anschluss Fest der Demokratie mit Kulturprogramm

11:30 Uhr Kundgebung am Zeughaus:  
„Schweinfurt ist bunt, nicht braun!“

u. a. mit:
  • Ernst Grube
    (KZ -Überlebender)
  • Ayfer Fuchs
    (Vorsitzende des Integrationsbeirates der Stadt Schweinfurt)
  • Sebastian Remelé
    (Oberbürgermeister der Stadt Schweinfurt)
  • Oliver Bruckmann
    (Evang.– luth. Dekan Schweinfurt)
  • Frank Firsching
    (DGB -Regionsvorsitzender)

13:00 Uhr Fest für Demokratie und Toleranz

Am Zeughaus Stadtplan:
  •   Musik von Fifty-Five (deutsche und internationale Hits)
  •   Internationale Kulturbeiträge
  •   Infostände für Polit-Interessierte
Außerdem reichhaltiges Speise- und Getränkeangebot,   Spielbus Max für Kinder ...




27.4.2010

Verwaltungs­gericht: Nazis dürfen auch in Würzburg marschieren

Bei der heutigen Verhandlung erkannte das Verwaltungsgericht die Verbots­gründe der Stadt Würzburg nicht an. Gegen die Entscheid­ung kann noch Beschwerde beim Verwaltungsgericht in München eingelegt werden.

Quelle: Mainpost

Würzburg ist bunt


27.4.2010 - Vortrag und Diskussion

Vortrag & Diskussion: "Rechte Szene in Nordbayern"

Informationen zu aktuellen Entwicklungen in der rechtsextremistischen Szene Nordbayerns

Als Referent eingeladen ist Günter Pierdzig (Sprecher des  Nordbayerische Bündnisses gegen Rechts, Steuerkreis Bamberger Bündnis und Mitarbeit im Bürgerbündnis Gräfenberg)
Dienstag 27.4.2010 - 19 Uhr
Bürgerbüro Kornelia Möller
Weißenburgstr.3 (Nähe Haltestelle Neunerplatz Linie 2/4)
Auf Grund seiner kontinuierlichen antifaschistischen Arbeit darf man Günter Pierdzig als Kenner der Szene bezeichnen. Er ist Sprecher des nordbayrischen Bündnis gegen Rechts, ist im Steuerkreis des Bamberger Bündnisses und arbeitet aktiv mit im Bürgerbündnis Gräfenberg.

Das Bürgerbündnis Gräfenberg  entstand auf Grund der fortwährenden Aufmärsche von Neofaschisten in Gräfenberg. Kreativ und phantasievoll leistet dort die Bevölkerung geschlossen und erfolgreich Widerstand gegen die Naziaufmärsche. Dafür wurde dem Bündnis 2008 der Würzburger Friedenspreis verliehen. Das Bürgerbündnis Gräfenberg unterstützt auch das Würzburger Bün

1.Mai in Schweinfurt und Würzburg
Die nächste geplante Großaktion von Neonazis in unserer Region sind Aufmärsche zum 1.Mai. Sowohl für Schweinfurt wie auch in Würzburg wurden von einem Neonazi-Netzwerk Demorouten angemeldet. Die Städte wollen sich dagegen wehren und haben die Demonstrationen der Neonazis untersagt. Für Schweinfurt wurde dieses Verbot vom Gericht bereits revidiert. Ähnliches ist auch für Würzburg zu erwarten. 
Die Bunt-statt-Braun- Bündnisse, die sich in beiden Städten auf Initiative des DGB gebildet und viele Unterstützer gefunden haben, mobilisieren deshalb weiter für eigene Veranstaltungen, die sich gegen die Neonaziaufmärsche richten. In Würzburg ist dies eine Demonstration um 11 Uhr vom Hauptbahnhof zum Marktplatz, wo sich ein Fest der Demokratie anschließen wird.
Mehr hierzu: Würzburg ist bunt | Schweinfurt ist bunt

Bundesparteitag der NPD in Bamberg
Eine weitere Großveranstaltung aus rechtsextremen Szene wird der nunmehr 2. Bundesparteitag der NPD am 4./5. Juni inBamberg sein. Gegen diesen braunen Spuk wehrt sich das Bamberger Bündnis. Es gibt einen Aufruf gegen diesen NPD-Parteitag den man unterstützen kann.


12.4.2010 - Info der Stadt Würzburg

Naziaufmarsch am 1.Mai

Stadt Würzburg verbietet Naziaufmarsch am 1. Mai - aber keine Entwarnung

Aus der Meldung:
"Die Stadt Würzburg hat den geplanten Demonstrationszug des Nationalen Bündnisses 1. Mai mit dem Thema „Freie Völker statt freier Märkte“ am 1. Mai 2010 in Würzburg verboten.
"
Vollständige Meldung auf der Internetseite der Stadt Würzburg.
Würzburg ist bunt, nicht braun!

Unsicher ob das Verbot Bestand hat

Das Verbot ist ein wichtiger politischer Schritt. Für eine Entwarnung ist es dennoch zu früh, denn Demoanmeldern aus der Neonaziszene ist es in der Vergangenheit regelmäig gelungen in letzter Minute noch eine Genehmigung vor Gericht zu erstreiten.

Deshalb sollten dIe Vorbereitungen des Bündnisses  "Würzburg ist bunt, nicht braun" unbedingt weiter gehen.
Die LINKE Würzburg ist Teil dieses Bündnisses.

April Soziale Kämpfe in Griechenland

Europäische Linke - www.european-left.orgSolidarität mit Griechenland

Die Folgen der Krise sollen auch dort auf dem Rücken der Bevölkerung ausgetragen werden.

Griechenland wird erpresst. Merkel verordnet Griechenland die Agenda 2010 Turbo.

Das Netzwerk der Gewerkschafter in  der Europäischen Linken, der auch DIE LINKE angehört, zeigt sich solidarisch mit den Menschen in Griechenland, die sich gegen den Sozialkahlschlag wehren.

Der Kreisverband Würzburg  unterstützt die Solidaritätserklärung des Netzwerks der Gewerkschafterinnen in der Europäischen Linken..


2010 - Pressemitteilung Kornelia Möller MdB

Licht ins Dunkel von Gorleben bringen

Konstituierung des Gorleben Untersuchungsausschuss

Foto_Kornelia_Moelller MdB

„ Als Mitglied im Parla­menta­rischen Unter­suchungs­ausschuss Gorleben werde ich neben Dorothée Menzner, Obfrau des Unter­such­ungs­aus­schusses, und in enger Zusammen­arbeit mit fach­kompetenten Wissen­schaftlern, Licht ins Dunkel von Gorleben bringen. Nach unserem bisherigen Kenntnisstand waren für die Festlegung des Standorts Gorleben keine wissen­schaft­lichen Erkenntnisse, sondern rein politische Gründe entscheidend“, kommentiert Kornelia Möller die heutige Konstituierung des 1.Unter­such­ungs­aus­schuss in der 17.ten Legislatur­periode. Möller weiter:

„Sollte sich der Verdacht erhärten, dass politischer Druck anstatt geologischen Kriterien für die Wahl Gorlebens ausschlagbebend war und Fakten zur Eignung von Gorleben als Atommülllager geschönt oder gar verschwiegen wurden, wäre dies ein Skandal der weit­reichende Folgen hätte. So müssten zuallererst die AKWs Biblis,
Unter­weser und Brunsbüttel sofort stillgelegt werden, da ihnen der Entsorgungs­nachweis für ihre Betriebs­erlaubnis weg­brechen würde. .... Mehr...


Bundesweite Aktion: Aktions- und Menschenkette
.

April 2010

Demokratie oder zurück zu Kaisers Zeiten?

Es war ein langer harter Kampf, bis alle Bürger als Interessensvertreter in Parlamente gewählt werden konnten. Der Kampf um mehr Demokratie war blutig und verlustreich. Das gleiche Wahlrecht wurde schließlich durch gesetzt. Auch als das dann formal möglich war, waren die Voraussetzungen immer noch sehr ungleich. Max Weber kritisiert schon 1912, dass lediglich Privilegierte ein Mandat wahr nehmen können. Das hat natürlich Auswirkungen auf die Entscheidungen.

Die Interessen aller Bürger vertreten?

Mit den derzeitigen Regelungen wird es einem großen Teil der Bürgerinnenn und Bürger unmöglich gemacht ein öffentliches Amt auszuüben. Hier gilt unterschiedliches Recht. 
Alle Stadträte erhalten, unbesehen der Vermögens- und Einkommensverhältnisse, eine Aufwandsentschädigung. Zusätzlich hierzu wird bei Freiberuflern der Zeitaufwand vergütet - Angestellte des öffentlichen Diensts werden unter Beibehaltung der Bezüge frei gestellt. Das sieht man auch ganz deutlich bei der Zusammensetzung des Kommunalparlaments die sich erheblich von der Zusammensetzung der Bevölkerung unterscheidet. 

Ständerecht bei Stadträten?

Während "1.Klasse"-Stadträte diese Bezüge frei für die politische Arbeit einsetzen und daraus Rücklagen für den nächsten Kommunalwahlkampf bilden, wird dieses Einkommen Empfängern von Arbeitslosengeld II von der ARGE entsprechend gekürzt. Das heißt statt für die Stadtratsarbeit müssen die Mittel in erster Linie dem Lebensunterhalt dienen.

Die Mittel werden so zweckentfremdet – denn der Zweck ist die Abgeordneten in die Lage zu versetzen ihr Mandat ordentlich im Sinn der Wähler auszuführen. Dazu braucht es einiges: Büromaterial, Computer, Internet, Telefon, Fachliteratur, Tageszeitung, und vieles mehr ...

Die ARGE vertritt den Standpunkt, dass sie darüber entscheidet ob Ausgaben für politische Arbeit anerkannt werden. Absurd: Ein Flyer gegen die Missstände bei der ARGE müsste praktisch von der ARGE genehmigt werden. Es gibt noch nicht einmal Vorgaben was genehmigungsfähig wäre.

Ein Nachweis- und Genehmigungsverfahren durch die ARGE, die eigentlich vom Stadtrat kontrolliert werden sollte, ist absolut inakzeptabel.


Der aktuelle Stand: Arme haben kein Recht auf eigene Vertretung

Wie ist die aktuelle Situation:
Menschen mit Arbeitslosengeld II werden behindert und ausgegrenzt. Arme haben kein Recht auf eine Lobby.
Müssen sich Wählerinnen und Wähler damit abfinden, dass Ihre Vertreter in ihren Möglichkeiten eingeschränkt sind, nur weil sie auf Sozialleistung angewiesen sind? 

Demokratisch wäre, wenn alle Vertreter im Parlament die gleichen Möglichkeiten zur Ausübung ihres Mandats haben. Eine Diskriminierung auf Grund der momentanen sozialen Situation kann nicht ein Prinzip einer demokratisch verfassten Gesellschaft sein.

Stadträtin Brechbilder ist auf Grund ihrer Tätigkeit für die Bundestagsabgeordneten Kornelia Möller nicht mehr dem Wohlwollen der ARGE ausgeliefert  – andere aber schon.
Darum geht es bei diesem Prozess.


Der Kampf für gleiche Rechte geht weiter -
es geht in die Berufung.


Ostersamstag - 3.April 2010 
Friedenstaube

Ostersamstag - 3.April 2010 - 11 Uhr

Würzburger Ostermarsch:

»Bundeswehr raus aus Afghanistan - Frieden kommt in Zivil!«

Zusammen eintreten für den Frieden. Demonstration und Kundgebung: 
Beginn um 11 Uhr vor dem Mainfrankentheater, Theaterplatz. Schlusskundgebung am Barbarossaplatz.

Initiator: ÖKOPAX.eV.



29.3.2010 - Urteil Sozialgericht Würzburg | Stadträtin Brechbilder gegen ARGE Würzburg

Verhandlung beim Sozialgericht Würzburg - Belinda Brechbilder gegen ARGEDer lange Weg für gleiches Recht
Der Kampf geht weiter

Klage gegen die ARGE geht in die nächste Instanz

Sind alle Stadträte gleich –  oder gibt es Mandatsträger 2.Klasse?

In dem Verfahren vor dem Würzburger Sozialgericht ging es um Grundsätzliches. Haben alle BürgerInnen und Bürger die Möglichkeit öffentliche Ämter (z.B. Stadtratsmandat) angemessen, frei und unabhängig wahr zu nehmen?
Damit es sich nicht nur Vermögende leisten können politische Ämter zu übernehmen, gibt es Aufwandsentschädigungen.
Alle Mitglieder des Stadtrats erhalten Geld, das sie für Aufwend­ungen und die politische Arbeit im Zusammenhang mit ihrer Tätigkeit als Stadtrat frei einsetzen können.
Die ARGE Würzburg sieht dies allerdings anders – statt politischer Arbeit soll damit der Lebensunterhalt finanziert werden. Als Stadtrat, der Arbeitslosengeld II bezieht, muss man sich politische Arbeit genehmigen lassen.
Der Stadtrat, der eigentlich die Aufgabe hat die ARGE zu kontrollieren, wird statt dessen von der ARGE kontrolliert. Eine ungeheuerliche Verkehrung der demokratischen Grundsätze. "Ob ein Flyer zu Missständen bei der ARGE wohl genehmigt würde?", verdeutlicht Belinda Brechbilder das Problem.
Zwar ist sie mittlerweile als Mitarbeiterin der Bundestagsab­geord­neten Kornelia Möller nicht mehr auf das Wohlwollen der ARGE angewiesen, aber es geht ihr hier um eine Kernfrage der Demokratie. Eine freie Ausübung des Mandats muss möglich sein - unabhängig vom Einkommen und Vermögen. Vor allem deshalb wird diese Klage geführt. Denn für Andere, die noch der Willkür der ARGE ausgeliefert sind, ist der Kampf ums Recht sehr viel schwerer.
 

Weg frei für ein Grundsatzurteil beim Landessozialgericht

Die Klage gegen die ARGE wurde abgewiesen – doch das Sozialgericht hat die Grundsätzlichkeit erkannt und lässt trotz des geringen Streitwerts die Berufung zu. Ein Urteil ist nicht vor Mitte 2011 zu erwarten.
Als BezieherIn von Arbeitslosengeld II hat man einen schweren Stand gegen die ARGE. Den Mut und die Kraft gegen willkürliche Bescheide der ARGE vorzugehen haben viele Menschen nicht – die Angst vor weiteren Sanktionen sitzt im Nacken und lässt viele resignieren.

"Nicht aufstecken!" macht Belinda Brechbilder Mut. 

Wenn jemand Ärger mit der ARGE hat, können sich Betroffene gerne weiterhin an sie wenden.
DIE LINKE in Würzburg, Weißenburgstr. 3 | Telefon: 0931 3207 555 (AB) - info@die-linke-wuerzburg.de



Mitgliederbeschluss des Kreisverbands Würzburg vom 14.März 2010

Absage an Rot-Rot-Grün

Bei SPD und Grünen ist kein Kurswechsel erkennbar

Medienwirksam wird nun ein angeblicher "Bruch der SPD mit Schröders Reformen" verkündet. Auch die Grünen geben sich sozial. Das dies Rhetorik ist zeigt nicht nur das tatsächliche  Abstimmungsverhalten im Bundestag.

Kein einziger der Abgeordneten von Rot-Grün stimmte für den  Antrag zur Erhöhung des Regelsatzes für Hartz IV auf 500 EUR.  Auch bei der Friedensfrage ist kein Kurswechsel erkennbar. Aus beiden Fraktionen kamen Ja-Stimmen für die Austockung der Truppen für den Krieg in Afghanistan.

Auch auf kommunaler Ebene bietet das Abstimmungsverhalten in sozialen Fragen keine Basis für eine Zusammenarbeit. So sprachen sich beide Fraktionen für eine Fahrpreiserhöhung und die Ausweitung prekärer Beschäftigung aus. 

Die Mitglieder sehen deshalb keine Grundlage für Rot-Rot-Grüne Koalitionen, da die Grundlage fehlt. Ein gleichlautender Beschluss wurde einmütig verabschiedet.


Sonntag, 14. März - Kreismitgliederversammlung

Mitgliederversammlund des Kreisverbands
Kitzingen - Main-Spessart - Würzburg

Liebe Genossinnen und Genossen, 

wir laden Euch zur nächsten Kreismitgliederversammlung herzlich ein:

So. 14.März
11-17 Uhr
Kickersgaststätte "La Stella"
Mittlerer Dallenbergweg 49

Nach dem wir bei der letzten Mitgliederversammlung den Schwerpunkt auf die aktuelle Krise gelegt hatten, werden wir dies Mal nach vorne schauen. Das neue Parteiprogramm, das erarbeitet wird, muss darauf Antworten enthalten. Ein erster Vorentwurf soll in Kürze veröffentlicht werden und als Basis für die weitere Debatte dienen. Wir wollen uns daran als Kreisverband beteiligen.

Ein zweiter Schwerpunkt wird die aktuelle Situtation und der weitere Kurs im Landesverband Bayern sein. Hierzu haben wir als Podiumsgäste 4 Mitglieder des Landesvorstands gewinnen können: Eva Bulling Schröter (Landessprecherin), Franc Zega (Landessprecher), Erkan Dinar und Wolfgang Ziller.  

Wir hoffen auf einen aufschlussreichen Abend und eine rege Diskussion.


6. März - Krisendemo in Nürnberg

8. März  - Internationaler Frauentag
LISA - feministische Frauenarbeitsgemeinschaft in der LINKEN

Soziale Rechte sind Frauenrechte!
Die Linke macht sich stark für Geschlechtergerechtigkeit, überall!

133 Tage schwarz-gelbe CDU/CSU/FDP - Regierung verschärfen die soziale Lage sehr vieler Frauen, der Erwerbstätigen und der Erwerbslosen, der Alleinerziehenden, der Rentnerinnen, Migrantinnen, Studentinnen. Diese Regierung verabschiedet sich endgültig vom bisherigen Sozialstaatsmodell... weiter

Mehr Informationen:  Lisa im Internet  |  Lisa-Flyer (pdf) zum Internationalen Tag der Frau


Di. 9.Feburar

Verfassungsgerichtsurteil:
HARTZ IV verstösst gegen das Grundgesetz

Die derzeitigen Regelungen zum SGB II (Hartz IV) verstoßen, nun auch bestätigt durch das Bundesverfassungsgericht, gegen das Grundgesetz. Es wurde festgestellt, dass ein menschenwürdiges Existenzminimum nicht gewährleistet ist. Die Berechnung sei nicht nachvollziehbar - Schätzungen ins Blaue hinein sind nicht zulässig. 

Der Gesetzgeber muss bis zum Jahresende Abhilfe zu schaffen.  Als "Erste Hilfe" wurde angeordnet, dass Hilfebedürftige ab sofort in bestimmten Ausnahmefällen (im Zusammenhang mit Krankheitskosten) zusätzliche Hilfe erhalten müssen.  

Das Verfassungsgericht hat endlich, nach sehr langer Zeit, ein Urteil gefällt - eine schallende Ohrfeige für die Regierung.  Der Gesetzgeber hat bis zum Ende des Jahres Zeit diesen rechtswidrigen Zustand zu ändern. 

Die Hartzgesetze haben in den 5 Jahren eine Schneise der Verwüstung in die Gesellschaft geschlagen. Mit den HARTZ-Gesetzen wurden Billigjobs und Lohndumping flächendeckend durchgesetzt. 

Damit sich etwas zum Besseren verändert ist weiter Druck notwendig:
Von allen - MIT und OHNE Arbeit! 

Mehr zum Thema:

Gregor Gysi: "Hartz IV ist endgültig gescheitert"
DIE LINKE  Bundesarbeitsgemeinschaft "Hartz IV muss weg"

Tagesschau: Kritische Stimmen zum Urteil
verdi: "verdi begrüßt das Urteil"
Süddeutschen Zeitung: "Bundesverfassungsgericht kippt HARTZ-IV-Sätze"

LINKER Protest vor der ARGE Wuerzburg
Protest vor der ARGE Würzburg: Helmut Ossadnik, Belinda Brechbilder (Stadträtin), Hugo Waldsachs
Di. 9.Feburar - 10 Uhr

Protest gegen HARTZ IV vor der ARGE

Bundesverfassungsgericht entscheidet am Dienstag den 9. Februar

Zeitgleich protestiert DIE LINKE bundesweit vor zahlreichen ARGEn mit Flugblättern gegen die menschenverachtenden Umgang mit ALG II-Empfängern, prekär Beschäftigten, deren Kindern und Angehörigen.
BürgerInnen und Bürger sind eingeladen sich zu informieren und/oder den Protest zu unterstützen. Dienstag zwischen 9 und 11 Uhr vor der ARGE:

In Würzburg: ARGE, Bahnhofstraße
In Kitzingen: ARGE, Alte Poststraße

Am Dienstag den 9. Februar entscheidet das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe ob die Regelsätze nach dem SBG II (sog. Hartz IV) verfassungskonform sind. Das Urteil wird gegen 10:00 Uhr erwartet.

DIE LINKE fordert die Abschaffung von Hartz IV und als Sofortmassnahme die Erhöhung des Regelsatzes auf 500 ¤, sowie die ersatzlose Streichung des Sanktionsparagraphen 31 SBG II.

DIE LINKE fordert: HARTZ IV muss weg!

Mehr Informationen bei DIE LINKE LAG Arbeit&Soziales - Hartz IV muss weg


Tarifrunde Öffentlicher Dienst

AKTUELL: Warnstreiks im Öffentlichen Dienst

DIE LINKE unterstützt die Forderungen der streikenden Kolleginnen und Kollegen
Für einen leistungsfähigen und ordentlich entlohnten Öffentlichen Dienst

In ganz Deutschland  finden Warnstreiks statt. Die berechtigten Forderungen liegen auf dem Tisch. Die Arbeitgeberseite verweigert sich derzeit und legte noch nicht einmal ein Gegenangebot vor.

Wir brauchen einen leistungsfähigen und ordentlich entlohnten öffentlichen Dienst: Müllabfuhr, Nahverkehr, Kindergärten, Räumdienst, und und und - wir merken es jeden Tag, spätestens wenn es mal nicht so läuft. 

Es ist richtig, dass die Regierungspolitik die Kommunen finanziell immer weiter unter Druck setzt, während sie auf der anderen Seite großzügig mit Milliarden um sich wirft. Diese verfehlte Politik und die daraus resultierenden Finanzlücken dann auf dem Rücken der Kolleginnen und Kollegen austragen zu wollen ist eine Zumutung. Wir fordern die Kommunen auf sich ebenfalls am Protest gegen die schleichende Demontage des öffentlichen Diensts anzuschließen.

Das Ziel der Regierung ist immer weitere Teile zu privatisieren und somit die Entscheidungs- und Gestaltungsfreiheit der Kommunen und damit der Bürgerinnen und Bürger einzuschränken. Immer mehr Bereiche der Daseinsvorsorge sollen allein dem Profitstreben untergeordnet werden. 

Widerstand tut not - wir unterstützen Anliegen der Streikenden und wünschen Kraft, Mut und Erfolg für ihren Kampf.
Die BürgerInnen und Bürger bitten wir um Verständnis für momentane Einschränkungen und um ihre solidarische Unterstützung der Streikenden - Der Widerstand ist notwendig, damit der Öffentliche Dienst auch künftigt seine vielfältigen Aufgaben im Dienste der Gesellschaft erfüllen kann. Es geht uns alle an.

Aktuelle Infos bei  verdi.
Dresden - Nazifrei

Nazis wollten am 13.Februar durch Dresden marschieren - Aufmarsch verhindert! 

Breiter Protest wurde organisiert - Doch das war offenbar unerwünscht:

Bei den Organisatoren wurden Büros durchsucht, Plakate beschlagnahmt ..

Auch Büros der LINKEN in Dresden wurden durchsucht.

Erklärung des Parteivorstands

Trotz der Behinderungen  durch staatliche Seite,beteiligten sich Tausende und ließen sich zum großen Teil auch nicht davon abbringen sich den Neonazis in den Weg zu stellen. Durch zivilen Ungehorsam vieler Menschen gelang es nun auch das erste Mal in Dresden den Aufmarsch tatsächlich zu verhindern. Das macht Mut.

Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen.



zum Archiv:   2009    2008     2007